Beinachsenfehlstellungen - X-Bein / O-Bein

Beinfehlstellungen stellen nicht nur ein ästhetisches Problem dar, sondern sie können auch gesundheitliche Beschwerden mit sich bringen. Bei den Beinfehlstellungen wird zwischen X- und O-Beinen unterschieden, je nachdem, wie die Fehlstellung der Beinachsen aussieht.

Vor allem die Kniegelenke werden bei einer Beinfehlstellung stark in Mitleidenschaft gezogen, da sowohl Knorpel als auch Menisken stärker und vor allem ungleichmäßig abgenutzt werden. Patienten mit einer Beinfehlstellung sind deshalb wesentlich anfälliger für die Entwicklung einer Arthrose.

In den meisten Fällen sind X- oder O-Beine angeboren, sie machen sich bereits im Kindesalter bemerkbar. Dabei kann die Fehlstellung sowohl eines als auch beide Beine betreffen. Um weiteren Problemen vorzubeugen, sollte so früh wie möglich eine Behandlung durch einen Orthopäden erfolgen. Dabei geht es vor allem darum, eine spätere Arthrose zu vermeiden. X-Beine kommen wesentlich seltener vor, denn bei den meisten Beinfehlstellungen handelt es sich um O-Beine.

Nicht in allen Fällen ist die Problematik bereits angeboren, manchmal sind auch Knochenbrüche der Fehlstellung der Beinachsen vorausgegangen, teilweise sind auch bestimmte Stoffwechselstörungen dafür verantwortlich. Es ist sicherlich auch eine genetische Veranlagung vorhanden, da Beinfehlstellungen in einigen Familien gehäuft auftreten.

Um das Ausmass der Fehlstellung feststellen zu können, wird der Arzt eine oder mehrere Röntgenaufnahmen anfertigen. Auf diese Weise kann er auch erkennen, ob die Gelenke bereits unter Verschleisserscheinungen leiden. Je nach Befund und nach der Beurteilung von weiteren Faktoren, wie zum Beispiel dem Alter des Patienten, wird der Mediziner dann entscheiden, ob ein operativer Eingriff in Frage kommt. Bei einer solchen Beinachsenkorrektur, der so genannten Osteotomie, werden die Belastungskräfte auf eine Weise verlagert, dass die Arthrose langsamer voranschreitet.

Wenn die Beinfehlstellung frühzeitig erkannt wird, können auch Krankengymnastik, spezielle Schuheinlagen oder Nachtlagerungsschienen helfen.