Schulterschmerzen und Hüftschmerzen nach Schlaganfall

Ein Schlaganfall kann ein sehr einschneidendes Geschehen sein und man sollte ihn stets als Notfallsituation behandeln. Daher ist auch immer eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich.  Bei einem Apoplex (Schlaganfall) stirbt immer Hirngewebe ab. Der Verlauf und die Stärke sind dabei oftmals sehr unterschiedlich und es kann zu den verschiedensten Ausfallerscheinungen und Störungen kommen.Einerseits kann der Bewegungsapparat betroffen sein und es können Lähmungen eintreten. Andererseits können Sprachstörungen auftreten oder das Schmerzzentrum im Gehirn ist betroffen. Abhängig sind die Ausfallerscheinungen immer davon, in welchem Hirnareal sich der Embolus festgesetzt hat. 

Somit ist die häufigste Ursache für einen Schlaganfall ist ein Embolus. Das ist ein Blutgerinnsel, welches in der Blutbahn mitwandert. Gelangt es bis zu kleinsten Gefäßen, wie im Gehirn, so kann es diese verstopfen und es kommt zum Schlaganfall. Ein weiterer Auslöser dafür ist eine Hirnblutung wie beispielsweise nach einem Unfall. Meist sind nicht nur alte Menschen davon betroffen. Das ist schon aus einigen Risikofaktoren ersichtlich. Unter anderem gehören Rauchen, Einnahme der Antibabypille, hoher Blutdruck, Übergewicht und eine erhöhte Neigung zur Thrombose dazu. Weiter können ein Diabetes oder spezielle Erkrankungen am Gefäßsystem eine Gefahr darstellen.

Doch wie kommt es nun zu den Schmerzen in Armen und Beinen? Wie schon erwähnt kann durch einen Apoplex auch das Schmerzzentrum oder das Weiterleitungsorgan einen Schaden davon tragen. Hierbei handelt es sich um einen Teil im Gehirn, den man Thalamus nennt. Er hat eine wichtige Funktion bei der Steuerung und Weiterleitung von Temperaturempfinden, Berührungen und Schmerzen. Wenn dieser jedoch beschädigt wurde kann es zu Missempfindungen kommen, wie zum Beispiel Schmerz bei kleinster Berührung. Meist handelt es sich um einen brennenden Schmerz in den Extremitäten einer Körperhälfte. Oftmals geht dies mir einer Halbseitenlähmung einher. Problematisch ist es die genaue organische Ursache festzustellen und meist wird daher ebenfalls ein psychischer Auslöser in Betracht gezogen.

Therapieansätze gibt es genügen. Zu allererst verwendet man verschiedene schmerzlindernde Medikamente bis hin zu den Opiaten. Um eine bestehende Lähmung zu minimieren wird oft eine physikalische Behandlung in Erwägung gezogen. Operative Eingriffe geschehen nur als letztes Mittel in einer Schmerzklinik. Zur Behandlung der Schmerzen ist es jedoch ratsam eine erfahrene Schmerzklinik auszusuchen, die sich damit auskennt. In dem meisten Fällen wendet man dort eine Kombination aus verschiedenen Verfahren an um optimale Ergebnisse zu erzielen oder gegebenenfalls falschen Therapieansätzen entgegenzuwirken. 
Die beste Möglichkeit, beim Auftreten eines Schlaganfalls, den Schmerzen zu entgehen, ist ein schnelles Reagieren und im Anschluss eine Therapie, die auf die aufgetretenen Ausfallerscheinungen abgestimmt ist. Im Vorfeld kann jedoch jeder selbst etwas für seine Gesundheit tun, wie beispielsweise mit gesunder Ernährung, Stressmeidung und einem rauchfreien Leben.