Ratgeber » Was muss ich bei einer künstlichen Hüfte beachten?

Nach der Implantation des Hüftgelenks wird man während des Krankenhausaufenthalts bereits Übungen erlernen um die täglichen Abläufe bewältigen zu können. Es folgt ein Gehtraining in welchem auch das Treppen steigen ausprobiert wird. Während des Krankenhausaufenthaltes sollte eine Vorsorge bezüglich der Thrombose stattfinden. Auch heutzutage kann es nach einer Operation zu einem Infekt kommen, da der Körper geschwächt ist und es somit Bakterien und Viren leichter haben den Patienten zu infizieren. Hier behandelt das jeweilige Krankenhaus prophylaktisch mit Hilfe von Antibiotika.

Auch nach der Physiotherapie und insbesondere im Alltag sollte man einige Besonderheiten beachten, die ohne eine künstliche Hüfte nicht notwendig wären. Beispielsweise das Hinsetzen und Aufstehen von einem Stuhl ist mit besonderer Vorsicht durchzuführen. Es wird empfohlen hier einen Stuhl mit Armlehnen zu nutzen, da man sich beim Hinsetzten an diesem abstützen kann. Es wird nur das nicht operierte Bein belastet, das operierte Bein wird nach vorne gestreckt. Ist man nun durch das Stadium direkt nach der Operation gegangen stellt sich die Frage was nun möglich ist und wo man im Alltag Einschränkungen zu erwarten hat.

Das Heben schwerer Lasten (Tipp: Rückengerechtes tragen) sollte vermieden werden. Sport kann ausgeübt werden, wobei es hier Sportarten gibt, welche günstig sind wie beispielsweise Wandern, Schwimmen und Aqua Fit. Andere Sportarten werden nur bedingt als sinnvoll erachtet. Hier wird das Alpinskifahren genannt, vorausgesetzt der Patient hat vor der Operation bereits gute Kenntnisse in diesem Sport erworben. Auch Skilanglauf kann wieder gemacht werden, solange man mit Umsicht und Vorsicht vorgeht.
Auch Golf kann mit einem künstlichen Hüftgelenk gespielt werden. Allerdings sollte man Sportarten wie Tennis, Fußball, Handball, Eishockey und Kampfsport sind zu vermeiden. Hier kann es zu starken Torsionen und Stößen kommen, die nicht zu empfehlen sind.